Kfz-Versicherungen werden erheblich teurer

In den vergangenen Jahren wurden die Prämien der Policen immer günstiger. Bis zum 30. November können fast alle Versicherten den Vertrag kündigen. Und so boten gerade in dieser Zweit viele Versicherer auf Kundenfang günstige Tarife an. Diesmal ist es anders. Einige Direktanbieter senken zwar ihre Prämien, aber die meisten wollen mehr für ihre Police.

In der Haftpflicht verteuern sich 109 Tarife im Vergleich zum Vorjahr, 30 werden günstiger. In der Vollkasko mit Haftpflicht verteuern sich 148 Tarife gegenüber 81, die günstiger werden. Bei Teilkaskoverträgen liegt die Quote bei 167 zu 40. Besonders hoch fällt die Teuerung in der Vollkaskoversicherung aus: Hier verteuern sich knapp 40 Tarife um mehr als zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Trotz des Anstiegs kann ein Wechsel des Anbieters aber immer noch sinnvoll sein. Denn trotz allem differieren die Prämien je nach Tarif und Gesellschaft insgesamt um mehr als das Dreifache. Da ist ein Tarifvergleich in den meisten Fällen lukrativ.

Altverträge haben zudem häufig schlechtere Leistungen. Auch in diesem Jahr geht der Trend klar zu deutlich leitungsstärkeren Policen. Besonders positiv: In der Haftpflicht bieten inzwischen alle Tarife für Personenschäden eine Deckungssumme von acht Millionen Euro an, mehr als 20 Prozent der Anbieter sogar 10 bis 15 Millionen. Bei Sachschäden liegt die Grenze in 92 Prozent aller Policen bei 100 Millionen Euro. Vor einigen Jahren lag der übliche Wert noch bei fünf Millionen Euro und 50 Millionen Euro. Und nur noch knapp 15 Prozent der Policen decken einen Umweltschaden nicht automatisch ab.